Mashup, Remix, Edit and Share: Internet-Kultur des Kopierens und Teilens

Ausgewählte Sound- und Videoschnipsel (cut) werden aus bereits vorhandenen Produktionen entnommen und neu zusammengemischt (mash/mix). Mit YouTube, SoundCloud, Vimeo und Co. bietet das Internet umfangreiches Material dazu an. Anschließend werden die Mashups auf diese Plattformen wieder hochgeladen, verlinkt, verschickt, geteilt und eingebettet.

Sind Praktiken dieser Art für unsere Kultur wesentlich? Handelt es sich dabei um Kunst oder Kriminalität? Inwiefern sind sie mit dem deutschen Urheberrecht vereinbar? Wie frei und vernetzt darf eine Gesellschaft sein?

Anhand der Lektüre von u.a. „Mashup: Lob der Kopie“ von Dirk von Gehlen sowie der Analyse bestehender Mashups nähern die Studierenden sich dem vielschichtigen Thema aus medien- und kulturwissenschaftlicher Perspektive. Sie setzen sich mit Kulturtechniken der Collage, Kopie und Bearbeitung bestehender Werke auseinander und lernen ihre produktiven, ästhetischen und kommunikativen Aspekte einzuordenen. Darüber hinaus lernen die Studierenden Problematiken des Urheberrechts kennen und einzuschätzen.
Ziel: Ziel der Veranstaltung ist es, einerseits die Medienkompetenz der Studierenden in Bezug auf Urheberrecht und Verwertung zu schärfen und andererseits ihre Kenntnisse von künstlerischen Praktiken der Wiederverwertung bestehender Werke zu erweitern. Gleichzeitig lernen die Studierenden den Akt des Kopierens und Teilens als Form von Kommunikation und Wissenstransfer einzuordnen und erlangen medientheoretische Grundkenntnisse.

Währende der Diskussion und Analyse aktueller und historischer Werke, erarbeiten die Studierenden die verschiedenen Standpunkte in der Diskussion um Partizipation, künstlerische Freiheit und Urheberrecht und lernen eigene Standpunkte zum Thema gegenüber ihren Kommilitonen zu vertreten.